Objektivität, Reliabilität, Validität

Man sollte beim Sammeln seiner Daten nicht unüberlegt handeln, sondern geschickt vorgehen. "Geschickte Datenerhebung" bedeutet, dass man sich bei der Datenerhebung bewußt sein sollte, wie seine Daten zustande kommen, also wer wie was misst.

Drei häufig verwendete Stichworte sind in diesem Zusammenhang die Objektivität (das wer), die Reliabilität (das wie) und die Validität (das was). Es handelt sich hier um drei Prinzipien, die man bei der Erhebung seiner Daten beachten sollte, um gute, verwertbare Daten zu erhalten.

Das Prinzip der Objektivität besagt, dass das Resultat dieser Messung unabhängig von der messenden Person sein soll. Fragestellungen, die dem Interviewer einen gewissen Spielraum zur Interpretation lassen, sollte man also noch einmal überarbeiten.

Mit der Reliabilität (oder Zuverlässigkeit) einer Messung ist gemeint, dass Daten so definiert bzw. erhoben werden sollen, dass bei einer eventuellen wiederholten Messung am selben Merkmal dieselbe Ausprägung entsteht. Zum Beispiel kann die Körpergröße einer Person sehr reliabel gemessen werden, eine Antwort auf die Frage "Wie geht es Ihnen heute?" (gut / okay / weniger gut / schlecht) aber nicht.

Die Validität gibt an, wie gut sich eine Variable zur Beantwortung der eigentlichen Fragestellung eignet. Ein Test bestehend aus zwanzig Grundrechenaufgaben etwa ist sehr valide, falls man sich für Mathematikkenntnisse von Grundschülern interessiert. Derselbe Test wiederum ist aber alles andere als valide für Wortschatzkenntnisse.

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